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Zweibrücker Stadtmuseum





Sonderausstellungen

GEÖFFNET BIS 1. NOVEMBER

Aufgrund der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist das Stadtmuseum ab 2. November vorübergehend geschlossen.

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Zweibrücken, 14. März 1945: Heute gilt es uns!



  NANU ?*
  Geschlechtliche Vielfalt in der Pfalz. Gestern und heute

  10. Oktober 2020 bis 24. Januar 2021


Es dauerte über einhundert Jahre, bis der 1872 ein­ge­führ­te, men­schen­verachtende § 175 StGB, der männ­li­che Ho­mo­sexu­alität kriminalisierte, im Jahre 1994 end­gül­tig und ersatzlos gestrichen wurde. Seit 2017 gibt es die „Ehe für alle“. Gleichgeschlechtlich liebende Frauen und Männer können nunmehr heiraten wie he­te­ro­sexu­elle Paare auch. Außerdem wurden die früheren Ver­ur­tei­lungen schwuler Männer laut § 175 StGB auf­ge­ho­ben. Tausende homosexueller Justizopfer erfahren damit eine späte Rehabilitation, teilweise auch eine Ent­schä­di­gung.

Die positive rechtliche Entwicklung entspricht jedoch noch nicht einer gesellschaftlichen Gleichstellung: Bis heute existieren in der Gesellschaft, den Medien und in der Schule aufgrund mangelnden Wissens vielfältige Vorurteile und unrealistische Vorstellungen vom Leben lesbischer, schwuler, bisexueller, trans- und in­ter­ge­schlecht­li­cher Menschen.

Die Themen „lesbisch-schwul-bi-trans-intergeschlechtlich-queer“ (LSBTIQ) erleben derzeit einen intensiven Diskurs. Doch sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ist kein neues Phänomen, sondern existiert schon immer und überall. Jede Region hat dazu ihre eigene Geschichte, die jedoch bisher kaum erforscht ist. Die Wanderausstellung „NANU?*“ be­leuch­tet die Entwicklungen und regionalen Besonderheiten in der Pfalz.

Das Projekt ist eine Spurensuche zu historischen Entwicklungen und zur Alltagskultur – von der Verfolgung bis zur Emanzipation. Da Wissen Akzeptanz schafft, trägt die Ausstellung durch Aufklärung zum Abbau von Ablehnung und Ausgrenzung sowie zur Entwicklung eines offenen und respektvollen Umgangs miteinander bei.

*NANU war der Name einer queeren Diskothek in Kaiserslautern, die in den 1980er und 1990er Jahren Gäste aus dem ganzen südwestdeutschen Raum anzog, darunter auch viele US-Amerikaner_innen.

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Öffnungszeiten:
DI: 10-18 Uhr, MI - SO/Feiertage: 14-18 Uhr
Geschlossen 24./25./31.12.2020, 01.01.2021
Weitere Öffnungszeiten nach Voranmeldung
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Eintritt:
einschließlich Dauerausstellung u. Sonderausstellung "Zweibrücken, 14. März 1945: Heute gilt es uns!":
6,- € / ermäßigt (mit Ausweis): 3,- €
Jugendliche unter 16 Jahren frei (Schulklassen 1,50 € pro Schüler)

Die Ausstellung ist im Rahmen des Landesaktionsplans „Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen“ und der „Partnerschaft für Demokratie Zweibrücken“ entstanden.

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VERLÄNGERT:

  Zweibrücken, 14. März 1945: Heute gilt es uns!

Video: Offener Kanal Südwestpfalz

Zweibrücken, 14. März 1945: Heute gilt es uns!
Fotomontage von Horst W. Grittner

Der verheerende Bombenangriff vom 14. März 1945 ließ das historische Stadtzentrum Zwei­brückens zu 82 % in Trümmern zurück. Kurz nach acht Uhr abends warf die kanadische Luft­waffe (RCAF) in 12 Minuten ca. 800 Ton­nen Sprengbomben auf die Altstadt ab. Ziel­punkt war der Schloss­platz, keine wichtigen Ver­kehrs­wege oder Indus­trie­an­la­gen. Trotz der Evakuierung im Spätjahr 1944 erlebten noch ca. 3.000 Menschen das Inferno in der Stadt. Dank eines großen Luftschutzkellers im Him­mels­berg waren mit ca. 95 Toten weniger Men­schen­opfer zu beklagen als bei vergleichbaren Bom­bar­die­run­gen.

Fassungslos stand die Bevölkerung vor den Ruinen, als sie die Bunker und Keller verließ. So hatte sie fünf Jahre zuvor die Worte von Gauleiter Josef Bürckel nicht ver­stan­den, der ver­sprochen hatte, „die Heimat werde nach dem Krieg noch schöner, als sie vorher war“. Was sie jetzt jedoch beim Verlassen der Bunker vorfand, beschrieb ein amerikanischer Kriegsbe­richt­er­statter als eine Stadt, die „aufgehört habe zu bestehen“. Dennoch kehrten die Zwei­brückerinnen und Zweibrücker in ihre Stadt zurück und bauten sie wieder auf. 

Die Sonderausstellung zum 75. Jahrestag der Zerstörung der alten Herzogsstadt befasst sich nicht nur mit der Zer­stö­rung, dem Leben in der Trümmerzeit sowie der Wiederaufbauleistung der 1950er und 1960er Jahre. Es ist an der Zeit auch nach den Ursachen für die Bombar­dierung zu fragen und sie in den Zusammenhang mit dem Natio­nal­so­zia­lis­mus zu stellen. Im Fokus steht auch die Vorgeschichte, ohne die die Bombardierung nicht gesehen werden darf: der Siegeszug der Nationalsozialisten in einer Region, die von den Folgen des Ersten Weltkrieges besonders betroffen war, sowie die Auf­rüstungs- und Kriegspolitik des NS-Regimes.

Eröffnungsvortrag von Dr. Charlotte Glück (Aufzeichnung: Offener Kanal Südwestpfalz)

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Öffnungszeiten:
DI: 10-18 Uhr, MI - SO/Feiertage: 14-18 Uhr
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Eintritt:
6,- € / ermäßigt (mit Ausweis): 3,- €
Jugendliche unter 16 Jahren frei (Schulklassen 1,50 € pro Schüler)
Kontakt
Geschlossen:
öffnet heute um 14:00 Uhr
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Bitte beachten: Öffnung an Feiertagen 14-18 Uhr

Weitere Öffnungszeiten und Führungen nach Voranmeldung