Statement des Oberbürgermeister Dr. Marold Wosnitza zum geplanten Stellenabbau bei Siempelkamp


Das Unternehmen ist seit 1903 Teil unserer Stadtgeschichte und über Generationen hinweg ein wichtiger Arbeitgeber sowie ein prägender Bestandteil unseres Wirtschaftsstandortes gewesen. Gerade deshalb trifft diese Entwicklung unsere Stadtgemeinschaft besonders hart.

Ich habe Verständnis dafür, dass Unternehmen in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld Entscheidungen treffen müssen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Gleichzeitig kann und will ich meine Frustration darüber nicht verhehlen, dass nun rund die Hälfte der Arbeitsplätze wegfallen soll. Hinter jeder dieser Stellen stehen Menschen, Lebensentwürfe und Familien, die auf Verlässlichkeit angewiesen sind.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Pläne habe ich Gespräche mit der Unternehmensleitung aufgenommen und stehe zugleich in engem Austausch mit dem Betriebsrat und der IG Metall. Am Montag habe ich mich darüber hinaus mit Vertretern der Landesregierung kurzgeschlossen. Wir haben mit Gewerkschaft und Betriebsrat vereinbart, dass wir die nun anstehenden weiteren Gespräche zwischen Unternehmen, Betriebsrat und Gewerkschaft eng begleitet werden und, dass wir und die Landesregierung uns erst dann aktiv in die Gespräche einschalten werden, wenn wir von einer Seite dazu aufgefordert werden.

Stadt und Land stehen jederzeit bereit, unterstützend tätig zu werden. Die weitere Entwicklung wird sehr aufmerksam beobachtet, und wir befinden uns mit allen Beteiligten in einem engen und kontinuierlichen Austausch.

Mir ist wichtig, die Hintergründe dieser Entscheidung umfassend zu verstehen und auszuloten, welche Möglichkeiten es gibt, die Auswirkungen für die Beschäftigten und unsere Stadt abzumildern. Dabei setze ich mich dafür ein, dass alle denkbaren Alternativen geprüft werden und die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmögliche Unterstützung erhalten.

Unsere Stadt steht in dieser schwierigen Situation geschlossen an der Seite der Beschäftigten. Wir werden die Entwicklung aufmerksam begleiten und alles in unserer Kraft Stehende tun, um Perspektiven für die betroffenen Menschen und den Standort zu sichern.

Mein Dank gilt allen, die sich aktuell und bereits im Vorfeld dieser Entscheidung, mit großem Engagement sich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den Standort einsetzen.