Stichwort: Gewalt

Stichwort: Gewalt


Gewalt hat viele Gesichter!

Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Gewalt in engen sozialen Beziehungen (GesB)

Gewalt zeigt sich in vielen Formen und hat viele Gesichter.

Die juristische Definition von Gewalt ist nach der Rechtsprechung körperlich wirkender Zwang durch die Entfaltung von Kraft oder durch sonstige physische Einwirkung, die nach ihrer Intensität dazu geeignet ist, die freie Willensentschließung oder Willensbetätigung eines anderen zu beeinträchtigen. (BGH NJW 1995, 2643).

Gewalt zeigt sich in körperlicher und sexueller Misshandlung,

Gewalt zeigt sich in Beschimpfungen, Demütigungen und Bedrochungen,

Gewalt zeigt sich in Isolierung und ökonomischer Gewalt.

Doch dem entgegen stehen Ihre Menschenrechte:

  • Sie haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit,
  • ein Recht auf eigene Gedanken und Meinungen,
  • ein Recht darauf, dass das, was ihnen teuer ist, mit Respekt behandelt wird,
  • ein Recht auf eigene Freundschaften,
  • ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung,
  • ein Recht darauf ihre eigenen Wege zu gehen! – auch wenn es heißt, eine Beziehung zu verlassen.

 

Ihre Wünsche sind ebenso wichtig wie die des Partners/der Partnerin.

Sie sind verantwortlich für Ihr Verhalten, ebenso wie der Partner/die Partnerin für das seinige/das ihrige.

Es ist wichtig, dass Sie in Ruhe überlegen und entscheiden, was Sie selbst möchten.

Landesweit und vor Ort nehmen sich verschiedene Institutionen und Zusammenschlüsse diesem Aufgabenfeld an. Seit Herbst 2000 befasst sich unter anderem das Rheinland-pfälzische Interventionsprojekt gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen (RIGG) mit dieser Thematik.

Download der Datei Hilfe für Frauen, Gewalt in engen soz. BeziehungenHilfe für Frauen, Gewalt in engen soz. Beziehungen (338 KB)

Die Stadt Zweibrücken arbeitet mit weiteren Stellen durch ihre Gleichstellungsbeauftragte Monika Kuppitz am Regionalen Runden Tisch in Pírmasens für die Südwestpfalz mit.

Mit vielfältigen Veranstaltungen und Projekten werden die Problemlagen im Zusammenhang mit Gewalt in engen sozialen Beziehungen in das öffentliche Bewusstsein gehoben. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren erfahren Hilfestellung zur besseren Vernetzung und zum Informationsaustausch.

Download der Datei Anlaufstellen vor OrtAnlaufstellen vor Ort (29 KB)

Im Vordergrund steht zugleich, dass Wege, Hilfangebote und Anlaufstellen für Betroffene erkennbar werden. - Hemmschwellen auf dem Weg zur Hilfe sollen abgebaut werden und bestehende Schwierigkeiten minimiert und aufgelöst werden.