Energie- und Klimaschutzkonzept für Zweibrücken


Energie- und Klimaschutzziele durch kommunales Handeln realisieren


In Anbetracht des durch den Menschen verursachten Klimawandels will die Bundesregierung die CO2-Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40 % reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Verringerung des Energieverbrauchs durch eine verbesserte Energieeffizienz und die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien an der Energieerzeugung die wesentlichen Handlungsfelder. Die Erreichung der Ziele der Bundesregierung kann nur durch aktives Handeln auf kommunaler Ebene erreicht werden, Energie- und Klimaschutzkonzepte bilden dafür die Grundlage.


Wie wird das kommunale Energie- und Klimaschutzkonzept erarbeitet?

Die Erarbeitung des Konzeptes unterteilt sich in 3 Phasen. In der ersten Phase werden die Energieverbräuche und daraus resultierende CO2-Emissionen in privaten Haushalten, Industrie und Gewerbe, Verkehr sowie städtischen Liegenschaften erfasst. Hierzu wird, mit Hilfe aller verfügbarer Daten, eine Zeitreihe ab 1990 erstellt (Energie- und CO2- Bilanz). Das Energie- und Klimaschutzkonzept soll Grundlage für kommunale Planungen für einen Zeitraum von etwa 10 Jahren sein, daher wird ermittelt, wie sich der Energieverbrauch innerhalb dieses Zeitraumes entwickelt (Trendentwicklung).
In der zweiten Phase des Projektes werden Einsparpotenziale in den jeweiligen Verbrauchssektoren und Ausbaupotenziale für erneuerbare Energien innerhalb des Stadtgebietes ermittelt und zusammengetragen.
In Phase 3 werden zwei weitere mögliche Entwicklungspfade (Szenarien) erarbeitet. Diese Szenarien können unterschiedlich definiert werden und sich beispielsweise an Einsparzielen der Bundesregierung, des Bundeslandes oder der Stadt orientieren. Die Pfade können ein Wegweiser für künftige Anstrengungen sein.
Bis Ende Juli will das 17-köpfige Projektteam die Möglichkeiten ausloten, wie in Zweibrücken durch das Handeln aller Akteure in der Stadt aktiv zum Klimaschutz und zur Energiewende beigetragen werden kann. Aspekte der Energieeinsparung und Energieeffizienz sowie der Nutzung erneuerbarer Energien stehen hierbei im Vordergrund. Das Projektteam setzt sich aus Vertretern der Stadtratsfraktionen, der Stadt, des UBZ, der Stadtwerke Zweibrücken und der Thüga zusammen. Die inhaltliche Bearbeitung des Konzepts erfolgt durch das Leipziger Institut für Energie.

 

Umsetzbarkeit steht im Mittelpunkt

Oberbürgermeister Kurt Pirmann erwartet von dem Energie- und Klimaschutzkonzept für die Stadt Zweibrücken eine fachlich fundierte Analyse von Maßnahmen zur umweltfreundlichen Energieerzeugung sowie zur Energieeinsparung bei den Haushalten, den städtischen Liegenschaften, dem Gewerbe und der Industrie. Wichtig ist hierbei die wirtschaftliche und politische Umsetzbarkeit. Daher wird in dem Konzept auch die Frage zu beantworten sein, welche Investitionen beispielsweise in Wärmedämmung, Heizungssysteme und Energieerzeugungsanlagen zu erwarten sind.


Beteiligung der Öffentlichkeit

Das Projektteam wird nicht hinter verschlossenen Türen arbeiten, sondern seine Zwischenergebnisse regelmäßig auf den Internetseiten der Stadt, der Stadtwerke sowie des UBZ ver-öffentlichen. Darüber hinaus haben alle Bürger und Institutionen die Möglichkeit, sich direkt per E-Mail Klimaschutz@stadtwerke-zw.de oder Brief mit Anregungen und Vorschlägen an das Projektteam zu wenden.

 

Wenn Sie mehr über das EKK erfahren wollen, klicken Sie hier.