Sonderausstellungen


Alexander Dettmar – Bilder der Erinnerung. Zerstörte deutsche Synagogen 

24. Februar – 2. April 2018  •  Ausstellungseröffnung: Freitag, 23. Februar 2018, 19 Uhr

Vor fast 80 Jahren, in der Pogromnacht vom 9./10. November 1938, gingen in fast allen Städten Deutschlands die Synagogen in Flammen auf – auch in Zweibrücken. Der Künstler Alexander Dettmar hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese verlorenen Kulturgüter vor der völligen Vergessenheit zu bewahren, indem er die verbrannten Gotteshäuser in seinen Gemälden festhält.

Eigentlich ist Alexander Dettmar (geboren 1953 in Freiburg) ein rastlos umherziehender Künstler, dessen Atelier die Gassen und Plätze der Städte sind. In seinen Bildern fängt er die Architektur der noch erhaltenen alten Bauwerke ein. Für seine Bilderserie von zerstörten deutschen Synagogen musste er mit dieser Arbeitsweise jedoch brechen. Denn das durch den deutschen Zivilisationsbruch im Nationalsozialismus Vernichtete und Zerstörte entzieht sich der betrachtenden Nähe. 

Innerhalb einer Nacht wurden damals über 2.500 Synagogen und jüdische Gemeindehäuser in Brand gesetzt und zerstört. An diesen unwiederbringlich verlorenen Orten setzt Alexander Dettmars Beitrag zum kulturellen Erbe an. Anhand von Aufnahmen, Bauzeichnungen und Erinnerungsberichten malt er die vergangenen Synagogen und gibt sie so unserer Vorstellung zurück. Das Zweibrücker Stadtmuseum zeigt ca. 60 Werke aus dem umfangreichen Synagogen-Zyklus.  

Alexander Dettmar ist Träger des Ernst-Barlach-Preises.


Stadtmuseum Zweibrücken

Herzogstr. 9 (Petrihaus), 66482 Zweibrücken
Tel.: 06332 871-380 oder -381  /  E-Mail

Öffnungszeiten:
Di: 10-18 Uhr, Mi-So/Feiertage: 14-18 Uhr
Weitere Öffnungszeiten und Führungen nach Voranmeldung

Eintritt:
5,- € / ermäßigt (mit Ausweis) 2,50 €
Jugendliche unter 16 Jahren frei (Schulklassen 1,50 € pro Schüler)



Titelmotiv: Alexander Dettmar, Synagoge Zweibrücken (1879-1938), Öl auf Leinwand, 2017