Sonderausstellung

Neuer Himmel. Neue Erde. Die Reformation in der Pfalz


Die Ausstellung wurde am 14. Mai 2017 in Zweibrücken beendet und ist nun zu sehen im

Stadtmuseum Ludwigshafen, 22. September 2018 bis 19. Januar 2019. 


Ein Ausstellungssprojekt der Stadtmuseen Zweibrücken, Kaiserslautern und Ludwigshafen
in Kooperation mit der Ev. Kirche der Pfalz (Prot. Landeskirche)
anlässlich des Reformationsjubiläums "Luther 2017"

Schirmherrschaften:
Prof. Dr. Gerhard Robbers, Reformationsbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz
Kirchenpräsident Christian Schad



Die Reformation war bei weitem nicht nur ein innerkirchlicher Vorgang. Sie hatte politische, soziale und kulturelle Auswirkungen, die bis heute fortwirken. Sie stand ganz am Anfang der Entwicklung zu Aufklärung und Demokratisierung der Gesellschaft.

Die Ausstellung setzt ihren Fokus auf ein Kernland des Protestantismus: die Pfalz. Die beiden Reichstage von Worms (1521) und Speyer (1529) waren bedeutende Etappen der Reformationsgeschichte. 1522 feierten Anhänger von Luthers Lehre auf der Ebernburg, wo ihnen Franz von Sickingen in seiner "Herberge der Gerechtigkeit" Schutz bot, den ersten protestantischen Gottesdienst in der Pfalz. Im gleichen Jahr begründete Martin Butzer die erste evangelische Pfarrei im westpfälzischen Landstuhl. Sein Mitstreiter Johann Schwebel predigte seit April 1523 in der Zweibrücker Alexanderskirche in deutscher Sprache. Bereits 1533 wurde in Pfalz-Zweibrücken mit dem Aufbau einer protestantischen Landeskirche begonnen.

Der Protestantismus forderte, dass jeder Christ selbst die Bibel lesen sollte. Der Ausbau des staatlichen Schulwesens wurde somit zur Pflicht jedes evangelischen Landesherrn. In der Alphabetisierung waren evangelische Regionen lange Vorreiter. Sie war der Schlüssel zum gesellschaftlichen Aufstieg und wirtschaftlichen Erfolg.

Unter dem Motto "Vom Gegeneinander über das Nebeneinander zum Miteinander" gibt die Ausstellung mit ihren wertvollen Exponaten Erklärungen für die Entstehung der heutigen Kirchenlandschaft und regt zum Nachdenken über die Kirche der Zukunft an.














Sie prägten den Protestantismus in der Pfalz:
Jean Calvin - Martin Luther - Philipp Melanchthon



Abbildungen:
Luthers Thesenanschlag 1517, Arthur Kampf, Zentralarchiv der Ev. Kirche der Pfalz
Calvin - Luther - Melanchthon, Druck nach einem Ölgemälde im Lutherhaus Wittenberg, Landeskirchenrat Speyer