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Livestream - Lesung zum Welttag des Buches

Wie man sich bettet, so liest man


„Die Einzigen, die deine Liebe lohnen, die immer da sind, dich zu trösten, die immer auf dich warten: die Bücher.“ So wie der Autor Jakob Haringer haben viele leidenschaftliche Leser über ihre Passion geschrieben, Goethe natürlich („Ich habe 80 Jahre zum Lesenlernen gebraucht, und kann noch jetzt nicht sagen, daß ich am Ziel wäre“), Fontane, Proust, Brecht, Kästner...

Im dramatischen Leseduett WIE MAN SICH BETTET SO LIEST MAN kommen sie und viele andere zu Wort, wollen Lesehunger wecken.
Wie halten Sie es? Mit Kafka, der fordert, „ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns“, mit Humanist Erasmus, der mahnt, „der Umgang mit Büchern bringt um den Verstand“ oder dem spöttelndem Lichtenberg: „Manche Leute lesen bloß, damit sie nicht denken müssen.“

Tröstlich dagegen der Romancier Daniel Pennac:
In seinen ZEHN RECHTEN DES LESERS findet sich neben dem "Recht, irgendwas zu lesen" auch das „Recht, nicht zu lesen“.
Das Verb “lesen“ duldet eben, wie das Verb „lieben“, keine Befehlsform. Lesen lässt sich nicht vorschreiben und die Zeit zum Lesen ist, wie die Zeit zum Lieben, immer gestohlene Zeit. Aber, so stehts in der Bibel, bei Johannes:„Selig sind die da lesen."

Sprecher: Madeleine Giese und Rainer Furch

Hier geht's zum Stream: https://www.zweibruecken.de/live